Angesichts einer zunehmend hormonell übersteuerten Politik-Elite, vorzugsweise aus dem maskulinen Lager, stellt sich immer öfter die Frage: Warum geht es uns eigentlich so gut, wo doch alles so schlecht ist?

Mittlerweile fällt auch immer öfter auf, dass wir in Deutschland eines ganz besonders gut können: Das Schlechte im Guten zu finden. Offenkundig gehört es zu einer Attitüde des selbsternannten intellektuellen Milieus, sehr schnell und genau zu wissen, was alles „nicht gut“ läuft. Anknüpfend an die Frankfurter Schule eines Adorno, Habermaß oder Horkheimer Ende der 1960er Jahre gilt Kritikfähigkeit auch heute noch als besondere Leistung einer bildungsnahen Schicht, die diese in besonderem Maße von den doofen Proletariern abhebt. Soweit so gut – oder eben schlecht.

Damit allerdings sind wir international freilich enorm verwundbar!
Dort begegnen uns völlig andere Maßstäbe und wir können uns diesen nicht einmal verschließen, befinden wir uns doch so oder so in internationalen Verflechtungen.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, gelassen, humorvoll und mit gesundem Selbstbewusstsein der Welt zu begegnen. Beispielsweise Urlaub machen, wo es gut ist: In Deutschland! Kultur erleben, wo es sie wirklich auch gibt: Hier bei uns! Wohlstand in Sicherheit genießen: Hier in Deutschland!
Ganz wunderbar!

Dass das andere Länder ärgert – normal! Aber wer meint, seine Selbstinszenierung über alles andere stellen zu müssen, wer zeitgemäße Demokratie ablehnt, der hat auf diesem Planeten nichts verloren!

Deshalb gibt es auch keinen Grund, ein Land zu besuche, in dem Menschen
mit dieser Überzeugung die Macht an sich reißen.


Überlingen am Bodensee, 22.000 Einwohner
Säntis (Schweiz) im Hintergrund