Oder wie der deutsche Mittelstand seine Zukunft einschätzt

Im Mai 2017 gibt es in Baden-Württemberg eigentlich nur ein Thema in der mittelständischen Industrie: Digitale Transformation. Das ist seit 2015 so und die Diskussion scheint kein Ende zu nehmen. Nur eines scheint sicher: Das Silicon Valley, ja die Amerikaner insgesamt spinnen im Moment.

Zugegeben: Die einen so rum, die anderen so rum.
Am laufenden Band dringt an das gesunde deutsche Mittelstandsohr eine digital basierte Zukunftsidee nach der anderen. Dabei muss uns das doc gar nicht rühren! Sind wir doch qualitativ derart überlegen, dass der Rest der Welt erst mal „bringen“ muss.

Hmm. Das scheint sich zunächst für deutsche Fans des deutschen Mittelstandes toll anzuhören. Der Unterschied ist aber ein gewaltiger! Während wir in Deutschland mit deutschem Perfektionsantrieb weiterhin an der Präzision eines Hüftgelenks oder eines Dieselmotors feilen, werden andernorts solcherlei Produkte als „Vergangenheit“ eingestuft und darüber deshalb auch gar nicht mehr nachgedacht. Da entstehen beispielsweise „Biologiefarmen“, die all das züchten, was einem Menschen das Leben schwer machen kann: Gelenke, Lebern, Lungen, Herzen und freilich auch Hüften. Gewachsen wohl gemerkt. Nicht aus Metall gefräst.

Da bauen wir – heidewitzka – Autos vom Feinsten, können aber gar nicht mehr richtig damit fahren. Am Dienstag, 2. Mai 2017 dauern in Baden-Württemberg morgens um 8.30 die Verkehrsmeldungen des SWR knapp 10 Minuten! Dieses Bundesland zu durchfahren ist zu diesem Zeitpunkt weitgehend unmöglich! Rund um Stuttgart stehen die Fahrzeuge quasi überall 30 Km im Stau.

Machen wir grade furiose Party auf dem sinkenden Schiff?

Wir in der GRUPPE DREI sehen das nicht so!
Wir realisieren einerseits die Digitalisierung, Beschleunigung und Internationalisierung der Entwicklungen auf unserem Planeten. Andererseits sehen wir im Mittelpunkt grundsätzlich den Menschen und sein Vermögen, sich anzupassen oder eben nicht. Gleichwohl, ja: Es wird Verschiebungen in relativ kurzer Zeit geben. Und ob die Autobauer dieser Welt die Parkplatzsuche organisieren in der Großstadt, oder vielleicht Google und seine Freunde, das ist keineswegs eine ausgemachte Sache! Möglicherweise bricht den klassischen Fahrzeugherstellern der gesamte KEP-Markt weg (Kurier, Express, Post) weil die Versender, bzw. Logistiker eigene, autonom fahrende Systeme auf die Strasse bringen. Das kann schon sein!

Gehen Sie noch stationär einkaufen? Sehen Sie!


Stuttgart, BW, 624.000 Einwohner; täglicher „Fahrspaß“ am Stuttgarter Kreuz